Informationen für Dach-/Freilanpächter

Kommt eine große Investition für Sie nicht infrage, pachten wir auch gern Ihre Dachfläche an, um darauf eine Photovoltaikanlage zu installieren. Ihr Beitrag zum Umweltschutz erfolgt ganz einfach ohne zeitlichen und finanziellen Aufwand. Die Pacht wird jährlich oder als Einmalpachtzahlung am Anfang der Laufzeit gezahlt.

 

Welche Anforderungen Ihr Dach-/Freifläche erfüllen sollte:

Schrägdach

  • mind. 300 m²
  • südlich ausgerichtet (optimal)/Ost- und Westdachflächen sind auch geeignet
  • Dachneigung von 12° – 35°
  • das Dachalter sollte weniger als 15 Jahre betragen oder das Dach sollte saniert sein, damit währen der Betriebsdauer keine größeren Dachsanierungen notwendig sind
  • geringer Anteil von Dachaufbauten, wie Fenster oder Kamine sollte vorhanden sein (optimal)

Flachdach

  • mind. 600 m²
  • möglichst wenig Dachaufbauten, wie Lüftungsrohre, Lichtschächte o.ä. (optimal)
  • das Alter des Dachs sollte max. 15 Jahre betragen oder das Dach sollte saniert sein, damit während der Betriebsdauer keine größeren Dachsanierungen notwendig sind

Freifläche

  • mind. 1 Ha
  • Ausgeschrieben als Gewerbe/ Industriefläche
  • evtl. Änderung des B-Plan
  • entfernung bis 110 m die längs von Autobahnen oder Schienen liegen

 

Die wichtigsten Aspekte des Pachtvertrages

Die Vertragsdauer beläuft sich auf 20 Jahre zzgl. dem Inbetriebnahmejahr. Dieser Zeitraum wurde so gewählt, da die gesetzlich festgelegte Vergütung lt. dem EEG (Erneuerbare Energien Gesetz) über diesen Zeitraum gezahlt wird und eine wirtschaftliche Nutzung der Photovoltaikanlage nur gewährleistet ist, wenn dieser Zeitraum ausgenutzt wird. Nach diesen 20 Jahren ist eine Verlängerung der Dauer um zwei mal 5 Jahre möglich.

Der Pachtzins richtet sich nach der Güte des Dachs (Ausrichtung, Alter, geographische Lage) und wird jährlich im Voraus oder in einer Summe am Anfang der vereinbarten Laufzeit gezahlt.

Lassen Sie sich ein Angebot unterbreiten!

Mit Unterzeichnung des Pachtvertrages sind wir verpflichtet, innerhalb eines Jahres mit dem Bau der Anlage zu beginnen, ansonsten besteht den Verpächter die Möglichkeit einer fristlosen Kündigung. Da zu jedem Jahreswechsel die Einspeisevergütung für neu angeschlossene Anlagen sinkt, sind wir bestrebt, so schnell wie möglich die Photovoltaikanlage voll in Betrieb zu nehmen und werden die Prüfung des Dachs und die Antragsstellungen so schnell wie möglich vornehmen.

Schäden, die am Dach entstehen könnten, werden durch uns ersetzt. Hierzu schließen wir eine Haftpflichtversicherung ab. Ebenso sind wir dazu verpflichtet, den ursprünglichen Zustand des Daches am Ende der Nutzungszeit wieder herzustellen

Der Pachtvertrag kann zudem auf einen Dritten übertragen werden, der alle Rechte und Pflichten aus dem Vertrag übernehmen muss. Somit ist gewährleistet, dass der Verpächter nach Übertragung des Vertrages nicht schlechter gestellt ist.

Um das Projekt der Photovoltaikanlage realisieren zu können ist es notwendig, dass wir eine beschränkt persönliche Dienstbarkeit in Abteilung II im Grundbuch des Verpächters eintragen lassen. Die Dienstbarkeit zu unseren Gunsten besichert keinen Kredit o.ä., sondern hat lediglich den Inhalt, dass wir als Pächter des Dachs berechtigt sind, alle zum Betrieb der Photovoltaikanlagen erforderlichen Verrichtungen vorzunehmen, insbesondere

  • auf dem bezeichneten Grundstück die Photovoltaikanlage zu montieren
  • die Photovoltaikanlage dort für den Betriebszeitraum von mind. 20 Jahren zu belassen und
  • zu Wartungs- und Kontrollarbeiten das Grundstück zu betreten.

Der Wert des Grundstücks wird sich aufgrund des Pachtvertrages und der langfristigen Pachtzahlungen erhöhen. Gleichzeitig wird sich die Liquidität des Grundstückseigentümers durch die Pachtzahlung verbessern.

Erforderliche Unterlagen

Folgende Unterlagen werden die Prüfung des Dachs und die Antragstellungen, die mit der Planung der Photovoltaikanlage einhergehen erleichtern und sollten eingereicht werden, sofern sie zur Verfügung stehen:

  • Informationen zum Standort entsprechend des »Direktanfrageformulars, wie Informationen zur Dachkonstruktion, Eindeckung des Dachs, evtl. Zeichnung des Dachs unter Angabe der Abmessungen und Dachaufbauten
  • Informationen zur Statik des Gebäudes oder Kontaktdaten des Gebäudeplaners / Statikers
  • Lagepläne o. Flurkarten
  • Grundbuchdaten wie Flurstücknummer, Grundbuchblatt-Nr.
  • aktuelle Fotos des Gebäudes, der Dachfläche und der Umgebung (insb. bezüglich eventueller Verschattungen)
  • Angaben zum Energieversorger der Region (Kontaktdaten des Vertragspartners)