Das Bundeskabinett hat dem Entwurf des Energiesammelgesetzes (Bundestagsdrucksache 19/5523) aus dem Bundeswirtschaftsministerium (wie berichtet) zugestimmt. Auch der Bundestag hat in erster Lesung den Gesetzentwurf zur Änderung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes, des Kraft-Wärme-Kopplungsgesetzes, des Energiewirtschaftsgesetzes und weiterer energierechtlicher Vorschriften debattiert. Allerdings hat der Wirtschaftsausschuss dann einstimmig beschlossen, dass sich zu den umfangreichen Änderungen und Novellen bei verschiedenen Energiegesetzen Sachverständige in einer öffentlichen Anhörung äußern sollen. Als Termin ist der 20. November vorgesehen.

Nachdem sich die Koalitionsspitzen auf die Streckung der zusätzlichen Ausschreibungen für Photovoltaik und Windkraft geeinigt haben, taucht nun der Referentenentwurf des Bundeswirtschaftsministeriums auf. Dort ist für Photovoltaik-Anlagen zwischen 40 und 750 Kilowatt eine Kürzung der Solarförderung um 20 Prozent zum Jahreswechsel vorgesehen.

Die Summe der bei der Bundesnetzagentur gemeldeten neu installierten Leistung der geförderten Photovoltaikanlagen beträgt für den Monat September 198,73 Megawatt (August 354 Megawatt, Juli 270 Megawatt, Juni 342 Megawatt.

Während die EEG-Umlage zur Finanzierung der Energiewende wie berichtet auf 6,405 Cent pro Kilowattstunde sinkt, steigen 2019 die Haushaltskosten für das Stromnetz auf durchschnittlich acht Cent pro Kilowattstunde (2017: durchschnittlich 7,06 Cent). Grund dafür seien steigende Netzentgelte sowie die neue Offshore-Umlage, mit der Stromleitungen für Windparks auf dem Meer durch die Verbraucher finanziert werden. Dies geht aus Berechnungen des Ökostromanbieters Lichtblick SE hervor.

Die Übertragungsnetzbetreiber haben die EEG-Umlage für nicht privilegierte Letztverbraucher für das Jahr 2019 auf 6,405 Cent pro Kilowattstunde (ct/kWh) festgelegt. Dies ist eine leichte Senkung um sechs Prozent gegenüber 2018 mit 6,792 Cent. In den Jahren 2017 und 2016 waren es 6,88 Cent beziehungsweise 6,354 Cent. Die EEG-Umlage ist ein Bestandteil des Strompreises. Dieser ist seit 2013 für private Haushalte im Durchschnitt um 0,4 Prozent pro Jahr gestiegen.

Das Guthaben auf dem von den vier deutschen Übertragungsnetzbetreibern geführten EEG-Umlagenkonto ist zum 31. August mit rund 4,06 Milliarden Euro im Plus - 200 Millionen mehr als zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres. Die verbuchten Einnahmen betrugen im Augsut 2,29 Milliarden Euro. Dem gebenüber standen Ausgaben in Höhe von 2,46 Milliarden Euro.
Der Rückgang des Kontos betrug gegenüber dem Vormonat rund 176 Millionen Euro. Damit ist der Überschuss, wie alljährlich im Frühling und Sommer, zum vierten Mal in Folge gesunken.

Bereits in zwei Jahren wird sich nach Ansicht des BSW-Solar die Zahl der Photovoltaik-Heimspeicher verdoppeln. Die wachsende Bedeutung der Stromspeicher im Zuge der weiteren Energiewende wird mittlerweile auch von der Politik wahrgenommen.