Schon im Jahre 1839 entdeckte der Physiker Alexander Bequerel den photovoltaischen Effekt, bei dem elektrische Ladungsträgerpaare durch eintreffendes Licht getrennt werden. Photovoltaik ist also die direkte Gewinnung von Strom aus Sonnenlicht. Das Wort "Photovoltaik" besteht aus dem griechischen Wort für Licht "photon" und dem Namen des italienischen Physikers "Volta". An eine technische Anwendung war in jenen Jahren noch nicht zu denken.

Die Umsetzung wurde ein Jahrhundert später in Angriff genommen. 1954 wurde die erste Solarzelle entwickelt und gebaut. Hintergrund war die Idee, die Energieversorgung von Satelliten im Weltraum mit Photovoltaikmodulen sicherzustellen. Im Jahre 1954 wurde diese Idee in die Tat umgesetzt. Zuverlässigkeit, Lebensdauer und geringes Gewicht spielten hierbei die entscheidenden Rollen - heute ist dies für Raumfahrzeuge Standard.

Die ersten Anwendungen auf der Erde erfolgten in den 70er Jahren. Nach der Energiekrise von 1973 stieg das Interesse für die Nutzung erneuerbarer Energien und insbesondere der Sonnenenergie stark an. Diese Entwicklung hat sich seit dem Atomunfall in Tschernobyl im Jahre 1986 noch wesentlich verstärkt. Für den Einsatz auf der Erde wurden einfachere und weniger teure Solarzellen entwickelt. Diese wurden zunächst als sogenannte Inselanlagen für die Stromversorgung abgelegener Verbraucher (z.B. Ferienhäuser, Bewässerungsanlagen und Stromversorgungen in Entwicklungsländern, Telefonanlagen auf Bergen, etc.) eingesetzt.

In den 80er Jahren wurden von allem in sonnenreichen Gebieten (Wüstengebiete in den USA) auch eigentliche Kraftwerke gebaut - netzgekoppelte Anlagen, welche den von den Solarzellen erzeugten Strom ins öffentliche Stromnetz einspeisen.

Erste netzgekoppelte PV-Anlagen wurden in Deutschland im Rahmen des 1.000-Dächer-Programm ab ca. 1990 realisiert.

 

http://www.dgs.de/fileadmin/sonnenenergie/SE-2008-06/SE-2008-06-s38-Damals_wars.pdf